Bundestagswahl 24.09.2017

Deutscher Jagdverband mit umstrittenem Kriterienkatalog

Deutscher Jagdverband e.V. veröffentlicht fragwürdige Wahlprüfsteine

Die Bundestagswahl am 24.09.2017 rückt immer näher. Um seinen Mitgliedern bei der Wahlentscheidung zu helfen, hat der Deutsche Jagdverband (DJV) fünf Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, DIE LINKE sowie die FDP zu ihren jagdpolitischen Überzeugungen befragt.

Auf seiner Homepage hat der Deutsche Jagdverband e.V. eine zweiseitige Übersicht mit den Antworten veröffentlicht und die jeweilige DJV-Position zu den jeweiligen Themen gegenübergestellt.

Kriterienkatalog des Deutschen Jagdverband

Zur Auswahl der befragten Parteien hat der DJV extra einen Kriterienkatalog erstellt.

Folgende Kriterien wurden vom Deutschem Jagdverband festgelegt:

1. Die Partei ist im Bundestag vertreten.
2. Die Partei ist an einer Landesregierung beteiligt.
3. Die Partei hat die Bereitschaft signalisiert, Regierungsverantwortung auf Bundesebene zu übernehmen.

Kriterienkatalog stößt auf massive Kritik

Viele Jäger, Sportschützen und Sammler können die Auswahl der Kriterien nicht nachvollziehen. Dem DJV wird auf Facebook vorgeworfen die Kriterien so ausgeklügelt zu haben, dass sie unter keinen Umständen die AFD befragen müssen.

Warum bekommt die CDU 4 von 4 Smilies?

AufbewahrungRätselhaft ist es, dass die CDU 4 von 4 Smilies bekommt und somit als Wahlempfehlung des DJV gewertet werden könnte. Dabei war die CDU doch erst an der letzten Waffenrechtsverschärfung (gültig seit dem 06.07.2017) ganz vorne mit dabei und es ist davon auszugehen, dass sie es nach der Bundestagswahl, wenn es um die Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie geht, auch sein wird.

DJV Wahlprüfsteine sind reine Zeitverschwendung

Sich mit den Wahlprüfsteine des DJV auseinanderzusetzen, oder sie gar zu lesen, ist reine Zeitverschwendung. Es ist egal, was diese fünf Parteien zu den Fragen des DJV geantwortet haben. Es reicht sich an die Taten der Partein in der Vergangenheit zu erinnern und man kann sich denken, wie diese Parteien in Zukunft mit den legalen Waffenbesitzern umspringen werden.

Gerade die Grünen zu befragen ist doch ein Witz. Deren Einstellung zur Jagt und zu Waffen ist doch mehr als bekannt!

Grüne fordern strengeres Waffengesetz

Schicksalswahl für legale Waffenbesitzer

Bundestagswahl 24.08.2017Die Bundestagswahl 2017 wird für die legalen Waffenbesitzer zur Schicksalswahl, denn nach der Wahl muss die EU-Feuerwaffenrichtline, durch die zukünftige Bundesregierung, in das Deutsche Waffengesetz übernommen werden.

Die legalen Waffenbesitzer dürfen sich deshalb bei dieser Wahl nicht auf leere Wahlversprechen der Parteien verlassen, sondern müssen sich ihre Wahl genaustens überlegen.

Es gibt nur drei sinnvolle Möglichkeiten

FDP WahlwerbungDie FDP wählen

Die FDP hat sich in letzter Zeit immer wieder klar zu den legalen Waffenbesitzern bekannt und sich gegen eine Verschärfung des Waffengesetz ausgesprochen. Außerdem hat Christian Lindner erst vor kurzem medienwirksam den Jagtschein gemacht.

Die AFD wählen

Die AFD mag die umstrittenste Partei bei der Bundestagswahl sein, aber die AFD hat sich ebenfalls für die legalen Waffenbesitzer und gegen weitere Verschärfungen im Waffengesetz ausgesprochen.

Kleinstparteie wählen

Eine der vielen Kleinstparteien wählen. Diese werden zwar sicher nicht in den Bundestag einziehen, es ist aber besser, als eine der Altparteien zu wählen. Denn jede Stimme weniger für die Altparteien ist eine Stimme weniger für eine Verschärfung des Waffengesetz.

Die Parteiprogramme sind unwichtig

Jetzt über die Parteiprogramme der FDP oder AFD zu diskutieren ist unwichtig, denn in der Regel verlieren diese nach schließen der Wahllokale ihre Gültigkeit und es wird sowieso alles anders gemacht.

Legale Waffen sind Ausdruck von FreiheitDa es sich bei der aktuellen Bundestagswahl, mit Blick auf die Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie, nicht nur um eine entscheidende Wahl für die Jagd und den Schießsport handelt, sondern auch für die Freiheitsrechte (legale Waffen sind Ausdruck von Freiheit), sollten bei der Wahlentscheidung ausschließlich auf das Waffenrecht geschaut werden.

Es gibt in Deutschland genügend Wähler, die auf andere Kriterien wert legen werden, so dass sich kein legaler Waffenbesitzer Sorgen machen müsste er würde mit seiner Stimme für FDP oder AFD das Land in den Abgrund stürzen.

Weder die FDP noch die AFD werden die absolute Mehrheit erreichen, aber je stärker diese beiden Parteien nach der Wahl sein werden, umso stärker ist die Position der legalen Waffenbesitzer.

fdp

Besserer Überblick bei all4shooters.com

Wer sich im Vorfeld der Bundestagswahl noch ein paar Aussagen der verschiedenen Parteien ansehen möchte, der sollte das auf der Homepage von all4shooters.com machen. Dort gibt es einen etwas demokratischeren Überblick über die Parteien als beim Deutschen Jagdverband e.V.

6 Gedanken zu „Deutscher Jagdverband mit umstrittenem Kriterienkatalog“

  1. Der Fehler liegt im System: Wenn wir eine der Kleinstparteien wählen, die keine Chance haben in den Bundestag zu kommen, dann ist unsere Stimme eigentlich verloren? Nein, denn die dort schon immer sitzen, werden davon profitieren, sie werden so behandelt, als gäbe es diese stimmen für die Parteien unter der 5% Hürde gar nicht. Wir brauchen eine radikale Änderung des Wahlrechts: Zur Berechnung der Prozentanteile muß die Gesamtzahl der Wahlberechtigten zu Grunde gelegt werden, dann sieht man auch wo diese Parteien stehen und wen sie vertreten. Die Anzahl der Sitze muß sich nach den abgegebenen Stimmen orientieren. Bei sehr wichtigen Entscheidungen muß das Regierungshandeln durch Volksabstimmungen bestätigt werden.

    1. Beschämend, was der DJV sich windet um williger Steigbügelhalter für Bockparteien zu sein. Erfreulich, dass progun hier aufzeigt und auf aufräumt mit tendenziöser Arbeitsweise des DJV.
      Grundsätzlich sollten ja eigentlich beide in das gleiche Horn stoßen und den legalen Waffenbesitz fördern. Ich sehe dies derzeit ALLEIN von progun adäquat gemeistert. Und das mit einem vielfach kleineren Budget, vielleicht sollte man da als Unterstützer umdenken…
      Waidmannsheil

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