illegale waffen

Finger weg vom Migrantenschreck

Bei Migrantenschreck handelt es sich um eine Website, die im Zuge der Flüchtlingskriese in den Jahren 2015 / 2016 im Internet illegale Waffen zum Kauf angeboten hat.

Migrantenschreck als Betrug

MigrantenschreckDie damalige Seite migrantenschreck.ru existiert nicht mehr. Gegen viele der damaligen Kunden wird ermittelt. Jetzt bieten Betrüger die verbotenen Waffen im Internet an.

Seit Aprill 2017 ist die Website waffen-bestellen.com im Internet zu finden. Auf ihr werden die selben Revolver und Flinten angeboten, die auch migrantenschreck.ru verkauft hat. Zusätzlich werden dort auch noch Schlagringe, Springmesser oder Wurfsterne angeboten – alles Gegenstände, die in Deutschland verboten sind.

Anders als bei migrantenschreck.ru werden die unter waffen-bestellen.com bestellten Waffen gar nicht erst verschickt und die Kunden warten vergeblich auf ihre Ware.

Fake Shop

Bei der Seite waffen-bestellen.com handelt es sich um einen sogenannten Fake-Shop. Die Waffen werden auf der Seite nur zum Schein angeboten. Die vermeintlichen positiven Kundenkommentare, die die Ware und den schnellen Versand loben, sind höchst wahrscheinlich von den Seitenbetreibern selbst verfasst worden.

Gerade bei illegalen Angeboten im Internet, wie Waffen, Drogen oder Anabolika, sind solche Fake Shops eine weit verbreitete Betrugsmethode. Die Betrüger spekulieren darauf, dass ihre Kunden sich bewusst sind, dass sie verbotene Waren bestellen und sich daher nicht trauen den Betrug anzuzeigen.

So betreiben die Hintermänner von waffen-bestellen.com wohl auch weitere solcher Betrugsseiten im Internet. Sie sollen unter anderem auch für die Seite zigaretten-steuerfrei-bestellen.com verantwortlich sein. Dort bieten sie gegen Vorkasse Tabakwaren an.

Laut angaben der Zeitung Zeit online soll sich der Betrug finanziell lohnen. So wurden bereits für mehr als 12000€ Waffen und für über 36000€ Zigaretten bestellt.

Finger weg von verbotenen Gegenständen

Ob es sich um eine Betrugsseite, wie waffen-bestellen.com, oder um eine Seite, wie migrantenschreck.ru handelt, in jedem Fall sollte man die Finger von illegalen Waffen lassen!

Deutschland hat eines der strengsten Waffengesetze der Welt. Da sollte man bei Angeboten, die einen leichten Zugang zu Waffen versprechen immer hellhörig werden und diese Angebote hinterfragen. Besonders, wenn diese Waffen auch noch mit menschenverachtenden Sprüchen beworben werden!

Hausdurchsuchung folgt der Bestellung

Früher oder später können sich die Käufer von illegalen Waffen auf eine Hausdurchsuchung einstellen. Im Fall von migrantenschreck.ru sind Hacker in den Besitz der Kundendatenbank gekommen und haben diese an die Presse und die Staatsschutzabteilung des LKA Berlin geleitet. Deutsche Staatsanwälte und Verfassungsschützer kennen seitdem die Namen der Kunden.

Kurz darauf gab es erste bundesweite Razzien gegen 29 Kunden von „Migrantenschreck.ru“, wobei diverse Waffen beschlagnahmt wurden.

Betrugsseiten noch online

Im aktuellen Fall von waffen-bestellen.com und zigaretten-steuerfrei-bestellen.com ist abzuwarten was passieren wird. Noch sind diese Seiten online. Bleibt nur zu hoffen, dass die Betreibern bald gestoppt werden und ihre Fake-Shops aus dem Netz verschwinden.

Bis dahin kann nicht oft genug betont werden, dass man sich unter keinen Umständen zum kauf von illegalen Waffen verleiten lassen sollte, weder im Internet und auch nicht irgendwo anders!

Falls man sich nicht sicher sein sollte, was eine legale und was eine illegale Waffe ist, sollte man sich vor dem Kauf unbedingt rechtlich von einem Fachmann beraten lassen.

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