Schalldämpfer

Schalldämpfer zur Jagd in Hessen erlaubt

Schalldämpfer zur Jagd in Hessen erlaubt

Schalldämpfer können seit dem 05. Juni 2017 in Hessen beantragt werden!

Gute Nachrichten für hessische Jäger

SchalldämpferDie Verwendung von Schalldämpfern für Jagdlangwaffen bei der Jagdausübung ist seit der Eintragung am 05. Juni 2017 im Hessischen Staatsanzeiger möglich. Schalldämpfer können ab sofort und unabhängig von einer etwaigen Vorschädigung des Gehörs beantragt werden.

Falls ein Jäger Langwaffen mit unterschiedlichen Kalibern besitzt, können sogar im begründeten Ausnahmefall mehrere Schalldämpfer beantragt werden.

Uneinheitliche Rechtslage zu Schalldämpfer

Leider ist die Rechtslage zur Benutzung von Schalldämpfern in den verschiedenen Bundesländern uneinheitlich geregelt. Da die Entscheidung der Behörde eine Ermessensentscheidung ist, und die Landesjagdgesetze Schalldämpfer zum Teil sogar verbieten, ist die gegenwärtige Rechtslage sehr schwer zu überschauen. In manchen Bundesländern existiert gar keine Regelung und der Antragsteller wird nach dem Ermessen der jeweiligen Behörde nach § 8 WaffG behandelt. In anderen Bundesländern sind Schalldämpfer generell verboten. In einigen Bundesländern wird die Erlaubniserteilung aufgrund einer Weisung unkompliziert gehandhabt, in einigen nur als strikte Ausnahme verstanden.

Schalldämpfer und die Gesundheit

Gerade aus gesundheitlichen Gründen ist die Verwendung von Schalldämpfern für Jäger, aber auch für Sportschützen sehr sinnvoll. Ein Büchsenschuss kann, abhängig von Kaliber, Lauflänge und Laborierung, an der Mündung bis zu 170 Dezibel (dB) laut sein. Der gesetzlich festgelegte, maximal erlaubte Spitzenschallpegel liegt allerdings bei 137 dB. Ein Schalldämpfer kann den Spitzenschallpegel um ca. 30 bis 40dB senken. Da Dezibel eine logarithmische Einheit sind, entsprechen zehn dB etwa einer Schallreduktion um die Hälfte!

Viele Jäger sind nicht alleine auf der Jagd. Außerdem werden die meisten Jäger von ihrem Jagdhund begleitet dessen Gehör es genauso zu schützen gilt. Anderen Waldbewohnern und Menschen die sich im Wald aufhalten kommt die Nutzung eines Schalldämpfers ebenfalls zu gute, denn durch die verminderte Lautstärke werden sie wesentlich weniger belästigt.

Auch für Sportschützen würde eine Verwendung von Schalldämpfern Sinn machen. Der Lärm auf dem Schießstand könnte um einiges reduziert werden. Gerade auf offenen Schießständen würden die Anwohner, oder Menschen die sich in der Nähe eines offenen Schießstandes aufhalten durch die Verwendung von Schalldämpfer stark entlastet.

Weiter Vorteile

Durch die Verwendung eines Schalldämpfers bei der Jagd wird zudem der Rückstoß beim Schießen abgemildert. Das ist nicht nur ein Vorteil den Jäger im höheren Alter zu schätzen wissen. Ein verminderter Rückstoß bewirkt auch einen präziseren Schuss und damit in der Folge eine bessere Treffgenauigkeit. Präziser und damit tödlicher zu schießen, kommt dem Wild zugute.

Das Mündungsfeuer wird vermindert und so die Nachsuche erleichtert, da man eine eventuelle Flucht besser erkennen kann.

Die Umwelt und Mitmenschen profitieren ebenfalls von der Verwendung von Schalldämpfern, da weniger Emissionen durch Pulver- und Geschossreste anfallen, weil diese sich im Schalldämpfer ablagern. Und, wie weiter oben bereits erwähnt, würde die Verwendung eine erhebliche Verminderung von akustischer Umweltverschmutzung bedeuten.

Was spricht gegen die Nutzung?

Die von Seiten der Behörden oder anderer Gegner von Schalldämpfern vorgebrachten Argumente, dass Schalldämpfer von Kriminellen oder Wilderern für kriminelle Zwecke missbraucht werden könnten, sind für normal denkende Menschen nicht nachvollziehbar.

Schalldämpfer reduziert nur die Schallemission, die von den beim Schuss aus der Laufmündung ausströmenden, unter hohem Druck stehenden Gasen ausgeht, die mechanischen Geräusche einer eventuell vorhandenen Nachladeautomatik dagegen werden nicht gedämpft. Der Geschossknall von Projektilen, die mit Überschallgeschwindigkeit von 330 m/s und mehr abgefeuert werden, bleibt ebenfalls unbeeinflusst.
Des weiteren existiert kein belastbarer Hinweis darauf, dass eine liberale Genehmigungspraxis bei Schalldämpfern Probleme für die öffentliche Sicherheit und Ordnung verursachen würden. Dies beweisen die Erfahrungen anderer Länder.

In Finnland, Frankreich oder Norwegen fallen Dämpfer nicht unter das Waffengesetz bzw. werden nicht registriert. In Schweden und Großbritannien werden Genehmigungen für Jäger problemlos erteilt. Diese Herangehensweise führt in oben genannten Ländern zu einer weiten Verbreitung von Schalldämpfern. Schalldämpfer gehören dort oft zum ganz normalen Bild bei der Jagd. Und zwar ohne, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung in diesen Ländern zusammenbricht.

Legalize It!

Da ein Schalldämpfern nur positive Eigenschaften mit sich bringt bleibt als einzige logische Schlussfolgerung die Legalisierung von Schalldämpfern für Jäger, Sportschützen und Sammler zu fordern!

 

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