Waffenhändler

Waffenhändler aus Oberhausen lebt gefährlich!

In Oberhausen marschiert ein Mann mit einem Schwert in ein Waffengeschäft ein. Dort bedroht er den Waffenhändler und seine Angestellten.

WaffenhändlerVor einem Monat verkaufte ein Waffenhändler aus Oberhausen einem 34-Jährigen Mann für 120€ ein japanisches Langschwert. Der Kunde machte zu diesem Zeitpunkt keinen auffälligen Eindruck. Außerdem ist der Erwerb und Besitz solch eines Schwerts legal, für jedermann ab einem Alter von 18 Jahren und ohne zusätzliche Papiere. Für den Verkäufer gab es also keinen Grund den Kunden abzulehnen, denn dass der Kunde ein vorbestrafter Polizeibekannter ist dürfte der Einzelhändler zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst haben.

Kunde will scharfe Schusswaffe

Als der Kunde vor einigen Wochen erneut in dem Waffenladen auftaucht, hat er dass Schwert wieder dabei und möchte diesmal eine scharfe CZ75D erwerben. Der Händler erklärt seinem Kunden, dass man für den Erwerb einer scharfen Schusswaffe in Deutschland eine Erwerbsberechtigung benötigt und er ohne Vorlage einer solchen Berechtigung keine Schusswaffe verkaufen darf. Dann machte der Waffenhändler seinen Kunden darauf aufmerksam, dass es keine gute Idee sei, in Deutschland mit einem Schwert auf offener Straße herumzulaufen. Nachdem der Kunde den Laden verlassen hatte, alarmiert der Händler die Polizei wegen eines mit einem Schwert bewaffneten Mannes auf der Bahnhofstraße. Als die Beamten eintreffen, ist der Schwertträger allerdings bereits verschwunden.

Am 13. November fand der dritte Besuch des Kunden, wieder mit dem Schwert in der Hand statt. Er kaufte ein Pfefferspray und fragte erneut nach der Schusswaffe. Der Waffenhändler ist nun davon überzeugt, dass der Mann gefährlich ist. Er hält ihn hin und alarmiert parallel die Polizei. Die Beamten treffen rechtzeitig und gleich mit mehreren Streifenwagenbesatzungen ein.

Laut Polizeisprecher Tom Litges kommt der Mann der Aufforderung der Polizei, das Schwert hinzulegen, nicht nach. Im Gegenteil: „Er weigerte sich beharrlich und leistete aktiven Widerstand“. Erst durch „Zwangsmaßnahmen“ sei es den Beamten dann gelungen, den Mann zu entwaffnen und zu fesseln. Während der Festnahme stößt er Morddrohungen gegen den Händler und seine Angestellten aus. „Ich bring dich um, ich mach dich platt“, ruft er ihnen zu. Schließlich erzählt er, er habe das Schwert umtauschen wollen. Der Händler nimmt es dann auch zurück, da er dachte, das würde deeskalierend wirken.

Bereits nach einem Tag wieder frei

Nach vorläufiger Festnahme kommt der vorbestrafte Schwertträger bereits wieder frei. Für den Händler ist das unverständlich. Vor allem seine Angestellten hätten bei dem Vorfall eine Heidenangst gehabt.

Christine Wecker, Pressesprecherin des Amtsgerichts begründet die Entscheidung ihrer Richterkollegen den Mann wieder frei zu lassen, wie folgt: Untersuchungshaft sei in diesem Fall nicht verhältnismäßig gewesen, unter anderem weil die Bedrohungen zu einem Zeitpunkt ausgesprochen wurden, als der Mann nicht mehr im Besitz der Waffe war. Das macht sie aus juristischer Sicht weniger gravierend.

Dabei ist der 34-Jährige Polizeibekannt. Wegen drei Diebstählen und eines Falls von Bedrohung ist er jeweils rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt worden. Nach dem aktuellen Vorfall ermittelt die Polizei nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung.

Für den Waffenhändler aus Sterkrade bleibt zu hoffen, dass die Geschichte an dieser Stelle beendet sein. Einen vierten Besuch dieses Kunden bleibt ihm und seinen Angestellten hoffentlich ersparen.

Laut WAZ Update vom 23. November 2017: Gibt es in dem Fall eine neue Entwicklung. Der Mann wurde erneut festgenommen, sitzt nun in Haft und wartet dort auf seine drohende Abschiebung.

Darum brauchen wir Zivile First Responder

Bei diesem Vorfall scheint der Waffenhändler und seine Angestellten mit dem Schrecken davon gekommen zu sein. Aber was alles passieren hätte können möchte man sich gar nicht vorstellen. Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass es an der Zeit ist das aktuelle Waffengesetz in Deutschland zu liberalisieren, um gesetzestreuen Bürgern, wie dem Waffenhändler und seinen Angestellten, die Möglichkeit zur Selbstverteidigung zu geben. Mehr zu dem Thema finden Sie hier unter: Darum brauchen wir Zivile First Responder

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