Frauen rüsten auf

Zur Sat.1 Sendung AKTE 20.17 Frauen rüsten auf

Für alle, die die Sat.1 Sendung AKTE 20.17 Frauen rüsten auf – Zunahme des kleinen Waffenscheins vom 26.09.2017 verpasst haben, gibt es hier den Link zu dem 12 minütigen Bericht.

Frauen rüsten auf

Frauen rüsten aufDer findige Akte Reporter Thorsten Stahlhut stellt auf der Hamburger Reeperbahn fest, dass sich das Ausgehverhalten von Frauen verändert hat. Die Frauen haben Angst vor Übergriffen und führen Pfefferspray zur Selbstverteidigung mit sich.

Eine Dame hat sich bereits eine Schreckschusswaffe gekauft und wartet nur noch auf die Ausstellung ihres kleinen Waffenscheins, damit sie ihre Waffe auch führen darf.

Die Sprecherin im Beitrag hält es für ein Problem, dass immer mehr Menschen sich mit einer Schreckschusswaffe schützen möchten. Alleine in Berlin sei die Anzahl kleiner Waffenscheinbesitzer im Jahr 2016 um 4300 gestiegen. Eine Steigerung um 500% zum Vorjahr.

Bundesweit sieht es nicht anders aus. 2015 gab es 286.000 Besitzer des kleinen Waffenschein. 2016 waren es schon 470.000 und ende August 2017 liegt die Zahl bei 539.000.

Carolin Matthie kommt in dem Beitrag als Vertreterin der Waffenlobby zu Wort und klärt auf, warum sie sich dazu entschlossen hat sich mit einer Schreckschusswaffe selbst zu schützen. Carolin will hauptsächlich Frauen dazu ermutigen sich mit einer Schreckschusswaffe zu schützen und betreibt dazu unter anderen einen YouTube-Kanal.

Der Akte 20.17 Reporter Thorsten Stahlhut stellt fest: ob man sich mit solch einer Waffe wirklich sicherer fühlt bleibt jedem selbst überlassen und würde gerne wissen, welchen Schaden eine solche Waffe anrichten kann.

Dazu verabredet er sich mit zwei Experten, die oft schon erfahren haben, wie gefährlich der Einsatz von Schreckschusswaffen sein kann. Auf einem Schießstand wird dann mit Platzpatronen geschossen. Dramatisch wird von einem, trotz Gehörschutz, ohrenbetäubenden Knall gesprochen.

Schade um den schönen Schinken!

Danach geht’s dem armen Schweineschinken an den Kragen. Nach einem, mit aufgesetzter Waffe, abgegebenen Schuss stellen die Experten doch tatsächlich eine Beschädigung und Verbrennungen am Gewebe fest. Es wird gewarnt, dass dieser Schuss schwere innere Schäden zur Folge haben könnte.

In Berlin scheint kein Waffenhändler bereit zu sein vor die Kameras des Sat. 1 Teams zu treten, so dass die Reporter nach Frankfurt am Main reisen müssen. Dort treffen sie den Waffenhändler Andreas Engels, der mittlerweile Frauen zu seiner Stammkundschaft zählt. Im Waffenladen lernen wir noch ein junges Pärchen kennen, welches gerade eine Schreckschusswaffe kauft.

Aufgesetzte Schuss auf eine Melone

Dann folgt der Höhepunkt der Sendung. Der Aufgesetzte Schuss auf eine Melone, die einen menschlichen Kopf simulieren soll. Wie nicht anders zu erwarten platzt die Melone auf und in einer dramatischen Zeitlupenaufnahme spritzt Melonensaft durch die Gegend.

Der Experte resümiert am Ende des Videos, dass es kein Allgemeinrezept für ein Verhalten in einer Gefahrensituation gibt. Für ihn ist aber klar, die Schreckschusswaffe in der Tasche macht es nicht besser.

Carolin Matthie ist da anderer Meinung, denn sie möchte auch in Zukunft nicht auf ihre Waffe verzichten.

Schwindendes Sicherheitsgefühl

Das sich das Sicherheitsgefühl in Deutschland, nicht nur bei Frauen, in den letzten Jahren stark zum negativen verändert hat ist kein Geheimnis mehr. Darüber sollte sich heutzutage kein Reporter mehr wundern. Und wenn der Herr Stahlhut sich ab und zu mal Nachrichten und Reportagen zu Gemüte führen würde, dann wüsste er auch warum das Sicherheitsgefühl kaum noch vorhanden ist.

Leider vergeht fast kein Tag mehr an dem man nicht von irgendeinem Gewaltverbrechen hört. Man bekommt das Gefühl, die Übergriffe werden immer häufiger und vor allem brutaler. Wer kann es da der Bevölkerung verübeln, wenn sie sich selbst schützen möchte? Der normale Bürger hat nun mal nicht rund um die Uhr einen bewaffneten Personenschützer bei sich, wie es die Politiker haben, die dem Bürger den Selbstschutz verwehren wollen.

Da nicht jeder die Möglichkeit hat einen Kampfsport auszuüben, oder das einfach gar nicht will, kaufen sich die Leute halt eine Schreckschusswaffe, um sich im Notfall verteidigen zu können. Da ist absolut nichts verwerfliches dran.

Anstatt den Fokus der Reportage auf die Gefahren der Schreckschusswaffen zu richten, sollte der Fokus lieber auf die notwendige Ausbildung an diesen Waffen gelegt werden. Denn wenn die Waffenbesitzer gut ausgebildet sind und mit ihrer Waffe umgehen können, verringert sich auch die Gefahr für deren Besitzer.

Die Reporter sollten also besser Ausbildungsmöglichkeiten recherchieren und vorstellen anstatt auf Lebensmittel zu schießen.

Hier geht´s zur Sat.1 Sendung AKTE 20.17 Frauen rüsten auf

https://www.sat1.de/tv/akte/video/2017-frauen-ruesten-auf-zunahme-des-kleinen-waffenscheins-clip

Mehr zum Thema

Website von Carolin Matthie https://www.carolinmatthie.de/

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